Der MTZ®-MPI-Award

Der MTZ-MPI-Award wird jährlich an das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster vergeben. Gefördert werden können Doktorand/innen und Post-Doktorand/innen bis zu 2 Jahre nach der Verteidigung ihrer Doktorarbeit. Gefördert werden herausragende wissenschaftliche Leistungen in Form einer Publikation, die auf am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin erzielten Ergebnissen basiert. Der MTZ®-MPI-Award besteht aus einem Preisgeld von 2.500 € und einer Urkunde. Das Kuratorium, bestehend aus den Direktoren des Instituts, schlägt die Kandidatinnen/Kandidaten vor und begutachtet die vorgelegten Arbeiten.

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin stellt allen MitarbeiterInnen den neuen wissenschaftlichen Preis vor. Siehe dazu "Interner Link"

Das Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin Münster

Foto:MTZstiftung

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin wurde am 1. August 2001 gegründet. Prof. Dr. Dietmar Vestweber wurde zum Direktor der ersten Abteilung (Vaskuläre Zellbiologie) berufen. Seit April 2004 ist Prof. Dr. Hans R. Schöler als Direktor der zweiten Abteilung (Zell- und Entwicklungsbiologie) dazu gestoßen, nachdem er seine Arbeitsgruppe aus den Vereinigten Staaten nach Münster verlegt hat. Prof. Dr. Ralf H. Adams wurde rückwirkend zum 1. Oktober 2007 als dritter Direktor ans Institut berufen. Er wurde gemeinsam von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Max-Planck-Gesellschaft berufen, und ist im Sommer 2008 mit seiner Arbeitsgruppe vom London Research Institute der Krebsforschungsorganisation Cancer Research UK nach Münster gezogen.

Das Max-Planck-Institut beschäftigt ein internationales Team: Insgesamt arbeiten hier rund 150 Mitarbeiter aus ungefähr 15 Nationen, darunter Biologen, Mediziner und Physiker. Das Institut besteht aus drei Abteilungen und derzeit fünf Nachwuchsgruppen. Jede Abteilung wird von einem Direktor geleitet, der in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit autonom ist. Jeweils einer von ihnen übernimmt turnusmäßig die Geschäftsführung des Instituts; zurzeit ist Hans Schöler der geschäftsführende Direktor. Alle drei Direktoren des Instituts sind zudem Mitglieder der medizinischen Fakultät der Universität Münster und haben dort jeweils eine Professur inne.

Die Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin befasst sich mit der Grundlagenforschung zu molekularen Mechanismen, die ursächlich an Krankheitsentstehungen beteiligt sind. Die Forschungsthemen betreffen Aspekte der Zellbiologie des Endothels, der Entwicklungsbiologie und Zellerneuerung, der Entwicklung des vaskulären Systems, und der strukturellen Biologie. Die Arbeiten der drei Abteilungen zielen darauf, mit Modellen von Struktur-Funktions-Beziehungen die Mechanismen zu verstehen, die die Regeneration von gesunden Geweben, insbesondere von Blutgefäßen, steuern und kontrollieren. Diese Erkenntnisse sollen für die Etablierung neuer Ansätze in der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Vestweber konzentriert sich die Forschung der Abteilung Vaskuläre Zellbiologie auf die Migration von Leukozyten in entzündetes Gewebe. Die initialen Adhäsionsmechanismen zwischen Leukozyten und Endothelzellen sowie die Identifizierung neuer Adhäsionsmoleküle bilden den Hauptteil der Forschungsarbeit.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans R. Schöler beschäftigt sich die Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie mit der Entwicklung der Keimbahn und mit Pluripotenz. Ein Hauptaugenmerk der Forschung ist es, auf molekularer Ebene zu erklären, wie Körperzellen und Körperzellkerne umprogrammiert werden können, um Pluripotenz zu erlangen.

"Das Institut für molekulare Biomedizin sei bereits ein Leuchtturm" sagte Frau Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan bei ihrem Besuch am 16.04.2010. Es soll zu Deutschlands führenden Zentrum der Stammzellforschung werden. Mehr...
(Foto: MPI Münster)

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf H. Adams wird der Frage nachgegangen, wie aus Zellen Organe werden. Der Hauptteil der Arbeit der Abteilung Gewebebiologie und Morphogenese beschäftigt sich mit dem kardiovaskulären System von Wirbeltieren, in denen sich Blutgefäße einerseits präzise in verschiedene Gewebsumgebungen einfügen und in Organ-spezifischer Weise spezialisieren, und andererseits die Plastizität behalten müssen, um den Wachstum aufgrund veränderter Bedürfnisse und lokaler Signale zu ermöglichen.

Zur Person...

Herr Prof. Dr. Hans R. Schöler ist Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) im Robert-Koch-Institut (RKI). Das Robert-Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Darüberhinaus ist er im Vorstand des Kompetenznetzwerkes Stammzellforschung NRW.

Eine kleine Zusammenstellung weitergehender allgemeiner Informationen zu dem Robert-Koch-Institut und der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung:

 

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Alleskönner im Elektronenmikroskop: Kolonie von embryonalen Stammzellen (hellblau) der Maus
Alleskönner im Elektronenmikroskop: Kolonie von embryonalen Stammzellen (hellblau) der Maus
Komplexes Netzwerk: Intakte Blutgefäße (hier im Bindegewebe, blau) sind komplett mit Endothelzellen (rot) ausgekleidet und von Perizyten (grün) umwickelt.
Komplexes Netzwerk: Intakte Blutgefäße (hier im Bindegewebe, blau) sind komplett mit Endothelzellen (rot) ausgekleidet und von Perizyten (grün) umwickelt.
Auf Mikroben-Jagd: Entzündetes Gewebe, in dem Immunzellen (rot) durch die Blutgefäße (grün) zum Infektionsherd wandern.
Auf Mikroben-Jagd: Entzündetes Gewebe, in dem Immunzellen (rot) durch die Blutgefäße (grün) zum Infektionsherd wandern.
(Alle Fotos: Schöler, MPI für molekulare Biomedizin)
Titelbild des Info-Flyers: Am Anfang des Lebens - Maus Embryo im Blastozysten-Stadium (rot: Zellkerne; grün: Zell-Zell-Kontakte)


 
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