Förderung von jungen Forscherinnen und Forschern - aus ihrer Begabung das Beste machen...

Für eine bessere Zukunft - Zukunft zeigen, Zukunft diskutieren, Zukunft gestalten

Die MTZ®stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, sich nachhaltig für eine bessere Zukunft einzusetzen – ein Leben bei bestmöglicher Gesundheit und ein Altern in Würde. Dabei spielen Fragestellungen der Bioethik eine besondere Rolle.

Im September 2015 wurde auf dem UNO-Nachhaltigkeitsgipfel die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Über 180 Staaten vereinbarten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch: Sustainable Development Goals, abgekürzt SDGs). Das Ziel 3 "GOOD HEALTH AND WELL-BEING" unterstreicht den Leitgedanken unserer mehr als 10jährigen Stiftungsarbeit.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf einer Individualisierten Medizin bzw. Systemmedizin. Dabei wird die Systembiologie als wichtige Grundlage für eine Medizin erkannt, die immer mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingeht. Zukünftig sollen die Erkenntnisse auch eine individuell abgestimmte Krankheitsbekämpfung erlauben. Die aktuell zunehmenden klinischen Anwendungen derartiger Modelle beweisen das.

Die Stiftung orientiert sich an der Projektförderung ihres starken Partners, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie ergänzt die Projektförderung durch eine gezielte Individualförderung. In den vom BMBF geförderten herausragenden deutschen Forschungsclustern finden junge Talente ein optimales Forschungsumfeld.

Zur Verwirklichung unseres Zieles fördern wir diese junge wissenschaftliche Exzellenz - Doktorandinnen und Doktoranden (auch Postdoktorandinnen und Postdoktoranden) ), die mit ihren Bahn brechenden Forschungsergebnissen in neue Dimensionen bei der Erforschung von Krankheitsursachen und der Entwicklung von Arzneimitteln vorstoßen. Die MTZ®stiftung möchte, dass die junge wissenschaftliche Exzellenz das Beste aus ihrer Begabung macht und ihr Potential voll ausschöpfen kann.

Der MTZ-Award(ee)

International renommierte Professorinnen und Professoren unterstützen uns. Durch diese hochkarätigen MTZ®- Auswahlgremien ist der MTZ®-Award in Deutschland zu einem Markenzeichen für einen bedeutenden Preis in der Vita des wissenschaftlichen Nachwuchses geworden, der ganz bewusst deren innovative Forschungsansätze einer neuen Dimension in der medizinischen Forschung ehrt.

Die MTZ-Awardees sind Forscherpersönlichkeiten, die Faszination für ihre Forschungsansätze zu wecken vermögen.

Die PreisträgerInnen werden der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies fördert ihre Vernetzung in internationalen Forschungsnetzwerken und ermöglicht bessere Startchancen für eine internationale Forscherkarriere. Mit dem Preisgeld finanzieren wir ergänzende Studien und Teilnahme an internationalen Konferenzen.

Innovative Netzwerkorganisation

Durch konsequente Stiftungsarbeit ist es uns gelungen, die MTZ®stiftung in Deutschland als innovative Netzwerkorganisation zu etablieren. Eine solche ermöglicht eine weltweite Kommunikation und einen Austausch von medizinischen Forschungsansätzen der absoluten Weltklasse.

Über die Auslobung des MTZ®awards und des MTZ®-MPI-Awards werden klassische wissenschaftliche Forschungsansätze gefördert.

Über die Auslobung des MTZ®-Awards for Medical Systems Biology wird der zukunftsorientierte innovative Forschungsansatz der Medizinischen Systembiologie gefördert.

Der MTZ®-Award for Medical Systems Biology ist d e r erste Nationale Nachwuchs-Förderpreis auf dem Gebiet der Medizinischen Systembiologie in Europa und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Projektträger Jülich (PtJ) ausgelobt.

Die Fülle von Daten über einzelne Zellbestandteile bzw. -funktionen, die auf verschiedenen Ebenen der Lebensprozesse mit dem klassischen wissenschaftlichen Forschungsansatz ("in vivo und in vitro") gewonnen wurde und wird (Genom, Proteom, Metabolom), wird in der Systembiologie mittels computergestützter Modellierung ("in silico") und mittels der Bioverfahrenstechnik in einen sinnvollen größeren und teilweise neuen Gesamtzusammenhang gebracht. Es geht um die Frage, wie komplexe biologische Systeme mit ihrer Vernetzung von Teilprozessen funktionieren. Komplexe Systemeigenschaften wie die Regulation und Kontrolle biologischer Systeme, deren Steuerbarkeit und Systemverhalten werden so beschrieben, verstanden, und weiter enträtselt. Mediziner, Biologen, Bioinformatiker und Naturwissenschaftler weiterer Fachrichtungen arbeiten deswegen interdisziplinär zusammen.
Die gewonnenen Modelle erlauben Strategien, weitergehende Hypothesen experimentell direkt an diesen Modellen zu simulieren. Diese Simulationen ersetzen immer öfter langwierige Experimente mit Zellgeweben im Labor(auch Tierversuche) und tragen zu schnelleren und effektiveren Forschungsergebnissen bei.
So verbreitert sich das Wissen über die Funktionen von komplexen biologischen Systemen (Systembiologie als Grundlagenforschung) und versetzt die Wissenschaft heute in die Lage, Fehlfunktionen - sehr detailliert - als Ursache für die Entstehung von schweren Krankheiten auszumachen. Dies ist Grundlage für die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen.
Die Systembiologie als Grundlagenforschung wird als wichtiger Ausgangspunkt für eine Medizin erkannt, die immer mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen kann. Diese Ausrichtung hin zu einer Systemmedizin findet zukünftig in den Förderungen des BMBF immer stärker Berücksichtigung.
Die gewonnenen computergestützten Modelle sollen dabei eine individuell abgestimmte Krankheitsbekämpfung erlauben. Erste klinische Anwendungen derartiger Modelle bei Patienten beweisen das.
Innovative IT-Technik und große Datenmengen – „Big Data“ – werden in der Medizin immer wichtiger. Je mehr Daten und Krankheitsverläufe in Modellen analysiert werden, desto klarer treten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Patientinnen und Patienten hervor und desto präziser können sie behandelt werden. Maßgeschneiderte Therapien für jede einzelne Person – das ist unsere Vision von der Medizin der Zukunft.

Es ist der MTZ®stiftung aber auch ein besonderes Anliegen aufzuzeigen, inwieweit die moderne Zell-und/oder Genforschung bioethischen Ansprüchen genügt und wo mögliche Grenzen zu sehen sind. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu der gesellschaftlichen Diskussion über "eine bessere Zukunft".
Die MTZstiftung begrüßt es außerordentlich, dass die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Fach Ethik zum Pflichtfach mit Prüfungsabschluss in einem Medizinstudium gemacht hat. Wissenschaftliche Arbeiten von Medizinern und Biologen, die sich mit dem interdisziplinären Forschungsansatz der angewandten Bioethik beschäftigen, werden im Rahmen der Freiburger Nachwuchs-Förderpreise mit dem MTZ®-Förderpreis geehrt - erstmals in der 550jährigen Geschichte der Universität Freiburg.