Der MTZ®-MPI-Award

Der MTZ-MPI-Award wird jährlich an das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster vergeben.

Gefördert werden können Doktorand/innen und Post-Doktorand/innen bis zu 2 Jahre nach der Verteidigung ihrer Doktorarbeit.
Gefördert werden herausragende wissenschaftliche Leistungen in Form einer Publikation, die auf am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin erzielten Ergebnissen basiert.
Der MTZ®-MPI-Award besteht aus einem Preisgeld von 2.500 € und einer Urkunde. Das Kuratorium, bestehend aus den Direktoren des Instituts, schlägt die Kandidatinnen/Kandidaten vor und begutachtet die vorgelegten Arbeiten.

"Nordrhein-Westfalen ist ein Bundesland mit hervorragenden Forschungseinrichtungen und herausragenden Talenten. Die Nachwuchsförderung liegt mir besonders am Herzen, daher habe ich die Schirmherrschaft für die Verleihung des MTZ-MPI-Awards gerne übernommen.
Exzellente Forschung und damit auch exzellente Medizinforschung bedürfen junger engagierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dies würdigen und unterstützen Sie seit mehr als zwölf Jahren. Die MTZ®stiftung fördert junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich mit der Erforschung von Krankheitsursachen und der Entwicklung von neuen Therapien und Arzneimitteln beschäftigen, um den Menschen ein Leben bei bestmöglicher Gesundheit und ein Altern in Würde zu ermöglichen.
Heute vergeben Sie zum zehnten Mal den MTZ-MPI-Award am Max-Plank-Institut für Biomedizin in Münster.
Frau Dr. Kathleen Hübner wird für ihre Arbeiten zu Signalwegen, die zur Ausbildung der Blut-Hirn-Schranke beitragen, ausgezeichnet. Ihre Forschungsergebnisse eröffnen neue Therapieansätze u.a. zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen oder der Regeneration des Gehirns nach Schlaganfällen oder Operationen.
Zu Ihrer Dissertation zu diesem Thema sowie der heutigen Verleihung des MTZ-MPI Awards 2018 sende ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche. Ich bedauere, dass ich nicht persönlich an dem Festakt teilnehmen kann.

Einen großen Dank möchte ich für ihr langjähriges und unermüdliches Engagement an das Ehepaar Zimmermann richten. Mit den MTZ-Awards unterstützen Sie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich schon in jungen Jahren in ihrem Fachgebiet ausgezeichnet haben. Vielen Dank für dieses Engagement!

Die Basis für erfolgreiche Forschung legen hervorragende universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen – wie das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster –, die mit ihrer Arbeit maßgeblich zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Humanmedizin beitragen. ..."

Grußwort zur Schirmherrschaft über den MTZ-MPI Award 2018 von der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Isabel Pfeiffer-Poensgen, Düsseldorf 08. November 2018

Foto: MKW NRW 2018

Das Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin Münster

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin wurde am 1. August 2001 gegründet. Prof. Dr. Dietmar Vestweber wurde zum Direktor der ersten Abteilung (Vaskuläre Zellbiologie) berufen. Seit April 2004 ist Prof. Dr. Hans R. Schöler als Direktor der zweiten Abteilung (Zell- und Entwicklungsbiologie) dazu gestoßen, nachdem er seine Arbeitsgruppe aus den Vereinigten Staaten nach Münster verlegt hat. Prof. Dr. Ralf H. Adams wurde rückwirkend zum 1. Oktober 2007 als dritter Direktor ans Institut berufen. Er wurde gemeinsam von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Max-Planck-Gesellschaft berufen, und ist im Sommer 2008 mit seiner Arbeitsgruppe vom London Research Institute der Krebsforschungsorganisation Cancer Research UK nach Münster gezogen.

Das Max-Planck-Institut beschäftigt ein internationales Team: Insgesamt arbeiten hier rund 150 Mitarbeiter aus ungefähr 15 Nationen, darunter Biologen, Mediziner und Physiker. Das Institut besteht aus drei Abteilungen und derzeit fünf Nachwuchsgruppen. Jede Abteilung wird von einem Direktor geleitet, der in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit autonom ist. Jeweils einer von ihnen übernimmt turnusmäßig die Geschäftsführung des Instituts; zurzeit ist Hans Schöler der geschäftsführende Direktor. Alle drei Direktoren des Instituts sind zudem Mitglieder der medizinischen Fakultät der Universität Münster und haben dort jeweils eine Professur inne.

Die Forschung am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin befasst sich mit der Grundlagenforschung zu molekularen Mechanismen, die ursächlich an Krankheitsentstehungen beteiligt sind. Die Forschungsthemen betreffen Aspekte der Zellbiologie des Endothels, der Entwicklungsbiologie und Zellerneuerung, der Entwicklung des vaskulären Systems, und der strukturellen Biologie. Die Arbeiten der drei Abteilungen zielen darauf, mit Modellen von Struktur-Funktions-Beziehungen die Mechanismen zu verstehen, die die Regeneration von gesunden Geweben, insbesondere von Blutgefäßen, steuern und kontrollieren. Diese Erkenntnisse sollen für die Etablierung neuer Ansätze in der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Vestweber konzentriert sich die Forschung der Abteilung Vaskuläre Zellbiologie auf die Migration von Leukozyten in entzündetes Gewebe. Die initialen Adhäsionsmechanismen zwischen Leukozyten und Endothelzellen sowie die Identifizierung neuer Adhäsionsmoleküle bilden den Hauptteil der Forschungsarbeit.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans R. Schöler beschäftigt sich die Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie mit der Entwicklung der Keimbahn und mit Pluripotenz. Ein Hauptaugenmerk der Forschung ist es, auf molekularer Ebene zu erklären, wie Körperzellen und Körperzellkerne umprogrammiert werden können, um Pluripotenz zu erlangen.

"Das Institut für molekulare Biomedizin sei bereits ein Leuchtturm" sagte Frau Bundesministerin a.D. Annette Schavan bei ihrem Besuch am 16.04.2010. Es soll zu Deutschlands führenden Zentrum der Stammzellforschung werden. Mehr...
(Foto: MPI Münster)

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf H. Adams wird der Frage nachgegangen, wie aus Zellen Organe werden. Der Hauptteil der Arbeit der Abteilung Gewebebiologie und Morphogenese beschäftigt sich mit dem kardiovaskulären System von Wirbeltieren, in denen sich Blutgefäße einerseits präzise in verschiedene Gewebsumgebungen einfügen und in Organ-spezifischer Weise spezialisieren, und andererseits die Plastizität behalten müssen, um den Wachstum aufgrund veränderter Bedürfnisse und lokaler Signale zu ermöglichen.

Zur Person...

Herr Prof. Dr. Hans R. Schöler ist Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) im Robert-Koch-Institut (RKI). Das Robert-Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Darüberhinaus ist er im Vorstand des Kompetenznetzwerkes Stammzellforschung NRW.

Eine kleine Zusammenstellung weitergehender allgemeiner Informationen zu dem Robert-Koch-Institut und der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung: